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Musical TARZAN Osterarrangement OSTER-ARRANGEMENT

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Interviews mit dem Kreativteam des Musicals Tarzan

Kreativteam - Interviews

Was sagt das Kreativteam über das Musical?



Interview mit Phil Collins (Musik und Songtexte)

Was halten Sie eigentlich vom Titel Musical-Komponist?
“Das Leben ist voller Überraschungen. Wenn Sie mir vor zehn Jahren erzählt hätten, dass ich je ein Musical schreiben würde, hätte ich gesagt nein, da haben Sie den falschen Phil Collins vor sich. Dass ich gefragt werden würde, an so etwas wie TARZAN mitzuwirken, hätte ich nie erwartet. ”

Wie sind Sie zum Tarzan-Team gekommen?
“Vor einigen Jahren bekam ich unerwartet einen Anruf ob ich nach London kommen könnte, um Bob Crowley zu treffen. Er hatte eine hervorragende Idee, um TARZAN auf die Bühne zu bringen. Ich hatte damals natürlich schon die Songtexte und die Musik für den Trickfilm gemacht aber hatte keine Ahnung, was mich erwarten würde. Ich flog nach London und obwohl ich schon eine Menge Erfahrung habe – ich habe vor tausenden Leuten auf der Bühne gestanden – bin ich eigentlich unsicher in Mann-zu-Mann-Situationen. Ich war nervös, weil ich – abgesehen von meinen Erfahrungen als Kind – ein für mich völlig neues Gebiet betrat. Ich habe nämlich als Kind in dem Musical OLIVER! mitgespielt. Als ich Bob davon erzählte, war er überrascht. Das Design jener Vorstellung hat Bob nämlich dazu inspiriert, Designer zu werden. Das Eis war damit sofort gebrochen! Danach zeigte er mir einige Ideen für das Musical TARZAN. Die haben sich im Laufe der Zeit in positivem Sinne völlig geändert, aber ich habe sie damals schon gemocht. Von dem Moment an waren Bob und ich völlig von der Tatsache überzeugt, dass TARZAN ein Erfolg auf der Bühne werden würde.”

Wie sehr sind Sie am Entstehen des Musicals beteiligt gewesen?
“So sehr und soviel ich nur konnte. Ich habe versucht, bei jeder Besprechung über das Skript dabei zu sein. Dann bin ich nach New York geflogen um eine Woche dort zu sein und Besprechungen beizuwohnen. Mit den Informationen flog ich nach Hause zurück und machte weiter. Allmählich nahm die Musik Gestalt an, und ich fing an mit unserem Drummer, Pianisten, Bassisten und dem Dirigenten zu proben. Wir luden talentierte Freunde ein, um die Rollen zu spielen und die Lieder zu singen. Damals wurde mir klar, dass ich auch beim Casting anwesend sein wollte. Auch für die niederländische Produktion war ich am Casting- und Probenprozess eng beteiligt und konnte dafür sorgen, dass Klangfarbe und Rhythmus der Songs so sind, wie ich sie vor Augen bzw. Ohren hatte.”

Finden Sie wichtig, zu dem Team zu gehören?
”Es ist sehr wichtig, Teil des Teams zu sein. Hätte ich aus der Ferne gearbeitet und mich nicht weiter um die Vorstellung gekümmert, wäre es ganz anders geworden. Du verstehst dann bestimmte Entscheidungen nicht, die vor Ort getroffen werden. Seitdem die Proben zur Uraufführung angefangen haben, sind zum Beispiel drei neue Lieder dazugekommen. Hätte ich von zu Hause aus gearbeitet, hätte ich nie verstanden, warum das notwendig war. Wenn du ständig dabei bist, verstehst du warum. Während der Produktion eines Musicals wie TARZAN passiert jeden Tag irgendwas, also musst du vor Ort sein. Oder du bleibst weg, und dann musst du es lassen wie es ist. Dann kannst du aber nicht verwundert oder gar sauer reagieren, wenn während der Uraufführung etwas anderes gesungen wird als du gedacht hast.”

Interview von: Disney Theatrical Productions



Interview mit Thomas Schumacher (President Disney Theatrical Productions)

Was war die Grundlage des Musicals TARZAN?
“Der Anpassungsprozeß des Tarzan und der Animationsfilm. Die Bühnenfassung fing jedoch mit dem Buch von Edgar Rice Burroughs an. Die historische Geschichte beruht auf der Beziehung zwischen dem Menschenkind und Kala, der Gorillamutter. Diese Beziehung ist auch zur Grundlage unseres Animationsfilms zu TARZAN geworden und wir mussten sie auch zur Grundlage des Musicals machen. Das ist sehr gut gelungen. Ein weiteres sehr wichtiges Element aus dem Animationsfilm ist die Musik von Phil Collins. Dort lag für uns eine große Herausforderung. Im Film singt Phil Collins nämlich die Lieder selbst, die die Geschichte begleiten. Das ist im Theater natürlich unmöglich. Zahllose Einfälle wurden erörtert um dieses Problem zu umgehen, wie zum Beispiel eine Erzählfigur auf der Bühne. Schließlich kamen wir zu dem Schluss, dass Tarzan seine eigene Geschichte selber erzählen muss. Dass er selber singen muss. Das macht das Musical in musikalischer Hinsicht sehr stark.”

Wie war die Reaktion von Phil Collins auf die Idee, ein Musical zu Tarzan zu machen und wie war es, mit ihm zusammen zu arbeiten?
“Wenn sie mit einem Star wie Phil Collins arbeiten dürfen, fragen die Leute sich immer, wie das eigentlich zustande kommt. Bittet man ihn einfach um mehr Lieder? In Wirklichkeit ist es jedoch anders. Die einzige Erfolg versprechende Zusammenarbeit war, dass Phil gänzlich Partner unserer Show werden würde. Ich konnte ihn nicht darum bitten, die ganzen Lieder herbei zu zaubern. Er musste am Ganzen beteiligt werden. Und das wollte er zum Glück auch selbst. Ab dem allerersten Treffen, als wir das Storyboard besprochen haben, war Phil dabei. Er war von Anfang an involviert, war bei den Auditions, Call-Backs und Proben anwesend. Phil ist ganz und gar zum Partner geworden. Natürlich ist seine Musik der größte Beitrag, doch das war für Phil nicht genug. Er wollte seinen Beitrag zum Ganzen liefern: Wie fühlt es sich an, wie sieht es aus, wie wird die Geschichte erzählt.”

Können Sie kurz erläutern, wovon Tarzan handelt?
“Die Geschichte von Tarzan ist bereits auf so viele Weisen erzählt worden. Natürlich als klassischer Tarzan von Edgar Rice Burroughs und in seinen anderen Büchern über Tarzan. Viele Leute kennen die Comics und Tarzan ist einer der am häufigsten verfilmten Buchtitel. Sogar der Broadway hat Tarzan bereits kennen gelernt, als Theaterstück, irgendwann in den Zwanzigern. Tarzan ist ein echter Klassiker, eine historische Geschichte. Der Kern der Geschichte ist nur nie wirklich vertieft worden. Die erste wirkliche Tarzan-Interpretation, außer der Johnny-Weissmüller-Version, ist eigentlich der Disney-Animationsfilm gewesen. Dort sahen wir, wie Tarzan zwischen den Tieren aufwuchs und mit ihnen kommunizieren konnte. Das ist die Essenz der Geschichte von Edgar Rice Burroughs, diesen Weg sind wir weitergegangen. Im Musical wird das Baby Tarzan schon sehr früh in der Geschichte Waise und die Gorillamutter, die ihr eigenes Gorillababy verloren hat, hört das Menschenkind schreien und geht zu ihm. Um das Kind zu trösten – und eigentlich auch sich selbst – hebt sie das Menschenkind auf, drückt es an sich und sieht es als ihr eigenes Kind. Sie entscheidet sich, es selbst zu erziehen, inmitten von einer Gorillagruppe. Als Tarzan aufwächst, fragt er sich dauernd, warum er so anders aussieht und sogar von der Gruppe verbannt wird. Infolge einer unerwarteten Begegnung mit der jungen Forscherin Jane entdeckt er endlich, warum er anders ist. Die Ankunft Janes, ihres Vaters Mr. Porter und ihres Expeditionsleiters Mr. Clayton sorgt für viel Verwirrung bei Tarzan. Er muss sich entscheiden zwischen der Familie der Menschen, zu der er genetisch gehört, und der Gorillafamilie, der er gefühlsmäßig zugehört. Dieser Zwiespalt ist in der Essenz die emotionale Grundlage.”

Was bedeutet das Musical für Sie persönlich?
“Wenn man sich mit einer klassischen Geschichte beschäftigt, muss man sich fragen, warum sie einen solchen Eindruck hinterlässt. Was nimmt man mit? Für mich ist die Familie die Essenz der Geschichte über Tarzan. Sie beschreibt den Unterschied und die Übereinstimmungen zwischen den beiden Welten und Familien. Einerseits die Welt der Gorillas und deren Familie und andererseits die Welt des Menschen. Die beiden Welten begegnen sich in TARZAN. Das ist natürlich eine Metapher. Sie spricht uns aber heute noch an. Was ist Familie? Wer sind wir und wie sind wir zusammen gekommen? Gehören wir genetisch betrachtet zusammen oder gehören wir zu der Familie, die wir selbst um uns geschaffen haben? Ob man nun an andere Kulturen, an den Streit zwischen Ländern denkt, es geht immer um die folgenden Fragen: Was bedeutet Familie, was ist eine Familie, wie gründet man eine Familie und wie respektieren wir eine Familie? Darüber handelt TARZAN im Kern und darum fühle ich mich der Geschichte so verbunden.”

Interview von: Disney Theatrical Productions



Interview mit Bob Crowley (Regisseur, Set- und Kostümdesign)

War TARZAN Ihr Broadwaydebüt als Regisseur?
“Es ist nicht nur mein Debüt am Broadway, es ist mein Weltdebüt! Ich habe noch nie zuvor Regie geführt. Ich hatte schon zusammen mit einem Freund bei einem kleinen Stück Regie geführt. Aber das hier ist mein großes Debüt. ”

Sie kombinieren drei unterschiedliche Aufgaben bei TARZAN?
“Ja, ich führe Regie, ich entwerfe das Bühnenbild und die Kostüme. Das Entwerfen von Bühnenbildern und Kostümen mache ich schon mein ganzes Leben. Als Designer kreiere ich gerne großartige Dinge, die sich schwer realisieren lassen. Das ist oft der bestimmende Faktor für die Regie einer Vorstellung. Als ich mit meinen Vorstellungen für TARZAN kam, die tatsächlich umfangreich waren, bat Thomas Schumacher mich, auch Regie zu führen. Er fand, dass ich mir so etwas nicht entgehen lassen dürfte, da ich den ganzen Kontext schon im Kopf hatte. Ich war erstaunt, fühlte mich aber sehr geehrt. Thomas fand, dass ich es versuchen müsse, und das habe ich auch getan.”

Interview von: Disney Theatrical Productions



Interview mit Pichón Baldinu (Aerial Design)

Wie haben Sie reagiert als Sie gefragt wurden, an TARZAN mitzuarbeiten?
“Zunächst habe ich nicht verstanden, warum sie mich angerufen hatten. Wie konnte ich denn mitwirken? Ich kreiere oft etwas Raues, Wildes, und wahrscheinlich nichts Geeignetes für ein Musical. Ich war dann doch neugierig und bin nach New York geflogen, um mit Thomas Schumacher zu reden. Er erzählte mir, dass sie für TARZAN gerade eine gewisse natürliche Wildheit in der Luft brauchten. Wir sprachen über die Kombination von Affen und Menschen, über ihre Fähigkeiten und was sie können mussten. Ich fing an einzusehen, dass dies eine tolle Idee für ein Musical war. Als Hausaufgabe bekam ich das Skript und andere Information. Sie waren schon seit Jahren mit den Vorbereitungen beschäftigt, als ich dazu gestoßen bin. Ich war fasziniert von den Möglichkeiten und habe mich gleich begeistert an die Arbeit gemacht.”

Sind die Flugkünste schwierig für die Schauspieler?
“Ja, das Fliegen ist Teil der Bewegungen der Darsteller auf der Bühne. Es wird in die Handlung integriert. Das Fliegen wird als Teil des Schauspielerns und des Charakters betrachtet. Ich lehre die Schauspieler, dass es mehr als eine Fähigkeit ist. Es ist wie Radfahren lernen. Man fühlt sich frei auf dem Fahrrad, du weißt, was du kannst. Du kannst dich entspannen. Diese Sicherheit der Flugkünste mussten die Schauspieler für TARZAN auch lernen. Wenn sie sich frei fühlen und es ihnen Spaß macht, wird es ein fester Bestandteil ihrer Rolle. Man sieht, dass es ihnen Spaß macht. Dann spürt das Publikum auch ein Verlangen, daran teil zu haben.“

Interview von: Disney Theatrical Productions



Interview mit David Henry (Hwang Skript)

Was ist das wichtigste Thema im Musical TARZAN?
“Das zentrale Thema, das sowohl in dem Buch als auch im Animationsfilm einen wichtigen Stellenwert hat, ist ein Mensch, der von Affen aufgezogen wird. Je älter Tarzan wird desto mehr begreift er, dass er anders ist. Er hat eine vage Vorstellung seiner Vergangenheit, doch er weiß nicht genau, woher er kommt. Er wird erst mit seiner Herkunft konfrontiert als er im Urwald auf eine britische Expedition stößt. Dann begegnet er anderen Geschöpfen, die ihm ähnlicher sehen als die Affen, die ihn groß gezogen haben. Eine Identitätskrise ist die Folge. Er muss selber bestimmen, zu wem er gehört. Das ist für mich die Essenz der originären Geschichte und somit auch des Musicals.”

Was macht die Geschichte über TARZAN so greifbar?
“Ich denke, dass jeder etwas für sich selber aus der Geschichte mitnehmen kann. Es gibt verschiedene Themen in der Geschichte des Tarzan, die alle ansprechen. Ich selbst bin ein asiatischer Amerikaner. Meine Eltern waren Immigranten der ersten Generation. Viele Aspekte von TARZAN, so wie ich es geschrieben habe, handeln vom Aufeinandertreffen und der Konfrontation verschiedener Kulturen und der Frage nach der Zugehörigkeit.”

Interview von: Disney Theatrical Productions



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Disneys Musical TARZAN® - Deutschlandpremiere 2008 in Hamburg

Interviews mit dem Kreativteam des Musicals Tarzan. Musicaltickets jetzt reservieren. Disneys Musical TARZAN® ist die Geschichte eines jungen Mannes, der nach seinen Wurzeln sucht und die große Liebe findet. Spektakuläre Flugakrobatik, überraschende Lichteffekte, phantasievolle Kostüme und mitreißende Musik machen das Broadway-Musical zu einer außergewöhnlichen Expedition der Sinne.

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